Mit seinem sechsten Studioalbum überraschte Jean F. Cochois aka The Timewriter uns bei Plastic City und die Kritiker. Etwas kantiger und rauer fusioniert er moderne melodische Harmonien und kräftige Rhythmen mit einem warmen Oldschool-Feeling das gleichzeitig den Zeitgeist trifft. Jedes Stück des Albums geht gleich in den Körper und berührt Emotionen und Geist, wirft sie in eine höhere Bewusstseinsebene. Also fragten wir vier der besten Produzenten und Remixer nach ihrer Interpretation der Album-Schönheit “Pasodoble”. Und hier sind sie: And.id, Kruse & Nürnberg, Pol.on und Junior Gee anzukündigen!
Der in Berlin ansässige Grieche And.id aka Andreas Dimitriadis nimmt es recht technoid mit seinem Remix. Drückende Subbässe, harte Beats und raue Highs werfen die Vocal-Schnipsel des Originals in eine wirklich treibende und frische Umgebung. And.id, Teil der Mobilee-Familie der seine Karriere mit seinem ersten Release auf dem Thinner Netlabel startete beweist seine Intuition für Kicks, Beats, Melodie und überraschende Akzente. Das Hamburger Deep-House-Duo Kruse und Nürnberg überzeugt mit einem starken Groove, verspielten Percussions und hübsch verschachtelten Organ-Sounds. Mit ihren Releases auf Simple, Mood Music, Dieb Audio, Slip N Slide, MN2S sub label 1-trax oderr Nic Curly's 8bit umarmten sie die Deep-House-Szene und geben ihrem Remix mit latenten Piano-Elementen einen überraschenden Old-School-Touch.
Das polnische Tech-House-Duo Pol.on kombiniert eine kräftige Melodie mit geradlinigen Chords und einem zurückhaltendem Groove. Der Jazzmusiker Kacper Bogacz und der in Warschau gut bekannte Techno- und House-DJ Michal Piotrowski beweisen Glaubwürdigkeit des Weiteren mit mysteriösen Piano-Sounds und unheilvollen Synthesizer-Sphären im Break. Ein wirklich subtiler House-Track und eine sehr gelungene Interpretation des Stücks. Der vierte Remix kommt von Junior Gee. Als Techno- und House-Produzent aus Portsmouth und Teil des Filth-Music-Teams präsentiert er eine sehr verträumte Version von “Pasodoble“. Leichte und helle Chords, fast schon balearisch, heben das Stück in eine andere Sphäre der Realität während erdige und tribale Percussion-Parts den Charakter des Tracks auf dem Boden halten. Diese Version des Originals erinnert deutlich an frühere Produktionen von The Timewriter.