Terry Lee Brown Junior ist seit mehr als zwölf Jahren einer der Namen, um den man nicht herumkommt, wenn man über Tech-House spricht. Er hat wie kein anderer Tech-House als eigenes Genre etabliert und ist in England und den U.S.A. einer der ganz Großen. Plastic City gab Terry in den Anfangszeiten die Möglichkeit, seine Songs zu veröffentlichen und diese Partnerschaft hält bis heute an. Er hat zusammen mit Plastic City Meilensteine gesetzt, die - wenn überhaupt – von seinen eigenen Produktionen übertroffen werden. Seine Medienwirksamkeit und der große Erfolg der letzten zehn Jahre halten ihn nicht davon ab, noch weiter ins Detail zu gehen. Das vorletzte Album „From Dub Til Dawn“ benötigte zwei Jahre und viel von Terrys Können, Herzblut, Detailverliebtheit – ein Beleg dafür, dass er nicht einfach nur Song für Song produziert, sondern in seiner Musik liebt und lebt. Nach sechs Jahren Albumpause kam „Karambolage“, der vierte Longplayer von Terry, der die extrem hohen Erwartungen weit übertraf. Die aktuelle Singleauskopplung beinhaltet nun drei neue Interpretationen aus dem Album, die noch mal Lust auf das Original machen und gleichzeitig eigenständig sind.
A „Swayzak Remix“ Across the Ocean wurde hier in bester Swayzak – Manier minimalisiert. Der Vocal stellt dezent den Bezug zum Original her und die leicht modulierten Chords geben dem Track sehr viel Weite. Der leicht angekratze, aber trotzdem sehr kultivierte Leadsynth bringt einen zum Mitwackeln und hat durchaus Dancefloorambitionen. Die klare und zurückhaltend verbaute Fläche im Hintergrund strahlt manchmal klar nach vorne und zieht magisch die Aufmerksamkeit auf sich.
B1: „Fix Me Up Remix“ Auch der vom Schöpfer selbst angefertigte Remix fällt im Vergleich zum Original zurückhaltender aus und schmiegt sich somit noch mehr an das bereits vom Intro liebkoste Ohr. Terry Lee Brown Junior spielt hier mit Elementen des Originals, die neu angeordnet und mit kurzen Delays und Wiederholungen ein feines Aroma verbreiten und immer wieder mit kleinen Überraschungen aufwarten. Dynamisch und abwechslungsreich beweist Terry, dass er sich selbst immer wieder aufs Neue finden und erfinden kann.
B2: “Eddie Remix“ Das Urgestein der englischen House- und Technoszene geht ebenfalls sehr feinfühlig mit der Substanz des Originals um und schließt damit den Kreis eines Ausflugs durch verschiedene Sichtweisen von Terry Lee Browns aktuellem Album. Minimal und klar entfernt er sich weiter vom Original, deutet die großartigen Vocals nur kurz an, um sie sogleich in weiten Hallfahnen versinken zu lassen. Eine Brise Acid und weitere Sounds und Rhythmen steigern die Zugkraft des Tracks auf dem Dancefloor immer weiter, grooven nach dem Zenith aber locker und entspannt weiter. Durchdacht, glasklar und atmosphärisch weit!