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Tracklisting
1. Open Up
2. Whoodoo
3. Om The Def
4. Hold It
5. Enter Action
6. X Speaks To X
7. Attack Of The Mutant Camels
8. Temporary Suspension
9. Gateway To Minia
10. Sticker Men
"Time to bring the funk and intensity back in a new way. Time to open the sound again", sagt Luke Slater zu seinem Planetary Assault Systems Album "Temporary Suspension", das Ende Juni auf OstGut Ton erscheinen wird. Damit erklärt der Brite, der seit über zwanzig Jahren immer wieder erfolgreich nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten innerhalb der elektronischen Musik gesucht hat, treffsicher, worum es bei diesem Album geht: Funk und Intensität. Dabei entzieht sich "Temporary Suspension", das als gemixte CD mit zehn Tracks sowie als DJ-freundliches Doppel-Vinyl mit sechs Tracks erscheint, sämtlichen aktuellen Soundmoden. Slater generiert über die gesamte Spielzeit eine industrielle Härte und Energie, die man schon länger nicht mehr dermaßen auf den Punkt gebracht bei einem Technoalbum gehört haben dürfte. Schon der erste Track "Open Up" setzt den Standard für das Kommende: ein treibender Groove, um den sich ein sägendes Synthgewitter und verwirrende Glockenmelodien winden. "Whoodoo" taucht danach mit einer kompromisslosen Metal-Percussion tief in die Ursuppe von Techno ein. Und zwar: laut und schnell. "Om The Def" nimmt den Fuß wieder vom Gaspedal und kann mit seinem Arrangement, das mit Bongos und einer funky verzerrten Bassline immer wieder zwischen dicht und luftig changiert, einen ersten Höhepunkt setzen. Dass Slater hier einen derart rauhen Soundentwurf für Techno vorlegt, dürfte kaum überraschen. Seit seiner ersten Veröffentlichung 1989 hat er immer wieder seine musikalischen Grenzen ausgelotet und verschoben. Planetary Assault Systems war dabei immer sein Projekt für harten, kompromisslosen Techno, seine Platten auf Peacefrog sind fast allesamt Klassiker ihres Genres geworden. Doch Slater hat auch immer wieder andere Seiten gezeigt: sei es als damals typisch britisch wahrgenommene Electronica als Morganistic, intelligenter Ambient als 7th Plain, unter seinem eigenen Namen Konzept-Detroit-Techno auf Novamute bzw. Mute Records ,sowie in den letzten Jahren auch verstärkt Electrorock-Bandprojekte auf seinem 2006 gegründeten Label Mote-Evolver. Die Zusammenarbeit mit OstGut Ton hat sich aus der DJ-Residency Slaters im Berghain entwicklelt - bereits auf der Ballett-CD "Shut Up And Dance! Updated" war er mit einem exklusiven Ambientrack vertreten. Dass er jetzt auch sein Planetary Assault System Album auf OstGut Ton veröffentlicht, war auch für ihn nahe liegend: "OstGut Ton makes excellent use of art and music and that's what attracted me to the label in the first place, the music and the art. And that's very much in line with the way I think and feel." OstGut Ton ist stolz mit Planetary Assault Systems Slaters wohl einflussreichstes Projekt zu präsentieren. Mit dieser Veröffentlichung schließt sich für das Label ein Kreis aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seiner Einflüsse.