Jeff Bennetts erste Einflüsse kamen von Detroiter Künstlern wie Derrik May, Juan Atkins, Kevin Saunderson oder von Richie Hawtins Label Plus 8. Aber Jeff wurde auch von europäischen Acts wie Stefan Roberts, 808 State, The KLF, Terry Lee Brown Junior und Labels wie Poker Flat, Svek, Plastic City oder Circulation, sowie jeder Menge Reggae und Dub Artists beeinflusst. Nach unzähligen Releases auf Labels wie Plastic City, Middle Rec, KGBeats, Zebra3, Sensai und viele mehr, ist es nun für Jeff Bennett an der Zeit sein neues Album auf Plastic City zu präsentieren: Endwise!
Auf diesem Album kann man all die verschiedenen Einflüsse hören, die Jeff Bennett weltweit sammelt, an all den unterschiedlichen Orten, die er besucht hat, um neue Vibes, neue Sounds und eine aufregende, neue Soundästhetik zu erschaffen. Jeff scheint stets im Studio oder unterwegs zu sein, um Clubs rund um den Globus zu bespielen, wie die weltberühmte Fabric in London. All diese Einflüße, die er über die Jahre rund um die Welt gesammelt hat, kann man auf diesem Album hören, auf kompakte und beeindruckende Weise.
So steuert Captain Jeff Benett seine Yacht mit Namen „Endwise“ zielstrebig durch die Weltmeere der Soundästhetik und kreuzt mit Feingefühl und dem richtigen Gespür für die Soundauswahl zwischen der dubbigen, housigen, progressiven und clubbigen Inselwelt. Behutsam aber konsequent erschließt Jeff Bennett die letzten weißen Flächen auf der musikalischen Landkarte.
Mit „Endwise“ hat Jeff Bennett die perfekte Soundsymbiose erschaffen: dichte, atmosphärische und organische Soundstrukturen, kompakt aber gleichzeitig die Leichtigkeit des Seins vermittelnd – Laissez faire meets dolce far niente, mit einer gehörigen Portion Melancholie, aber jeder Menge positiven Vibes.
Jeff Bennett gelingt es auf „Endwise“ mit warmen, pumpenden Beats, eingängigen Melodien und seinem unnachahmlichen Gefühl für harmonische Arrangements einen gelungenen Spannungsbogen zu bauen: vom weiten, atmosphärisch-verträumten „The Beginning“, dem dubigen „Become“, über das vorwärts treibenden „Metals“, „Low Gravity“ mit seiner verspielten Leichtigkeit, das percussionlastigen „Moonset“, sowie das acid-infizierte „What is this“, das einen schon mal für das clubbige „Believing“ aufwärmt, das mit seiner eingängigen Hook und mitreißenden Bassline das ultimative Detroit House-Feeling verbreitet, bis hin zum grandiosen „Timelines“ mit seinem progressiven Charakter. Auf der CD-Version gibt es zusätzlich noch das wunderschöne „Man was made to suffer“, das mit seinen Dubeinflüssen und den ergreifenden Reggae-Vocals verzaubert und pure Karibikmelancholie bringt, „Prototype“ mit seinem angenehmen Loungecharakter und „Faster Winds“ zum Abschluss.
Trotz der im Raum stehenden Melancholie ist „Endwise“ über seine ganze Länge ein Quell der Lebensfreude, eines jener seltenen Werke, das einen tiefgründig bewegt, zum Nachdenken aber gleichzeitig zum Tanzen bringt. „Endwise“ ist mit seinen einzigartigen Tracks ein Aushängeschild zeitgenössischer elektronischer Tanzmusik und zeigt auf eindrucksvolle Weise, was alles möglich ist, wenn ein Künstler mutig genug ist, über den Tellerrand hinauszublicken, offen für allerlei, spannende Einflüsse ist, aber dabei stets das passende Gespür hat, die Fusion dieser unterschiedlichsten Einflüsse in ein kompaktes, organisches aber stets abwechslungsreiches Ganzes zu gießen. Auf seiner endlosen Suche nach Perfektion ist Jeff Bennett nun angekommen.