Der Dritte Raum – kurz D3R alias Andreas Krüger ist möglicherweise der innovativste Livemusiker, den die deutsche Technoszene seit den frühen Neunzigern hervorgebracht hat, den formativen Jahren, in dem sich die Weichen stellten und Frankfurt Trance zu einem nationalen Movement heranwuchs, das großen Einfluss auf die Ausrichtung deutscher Tanzmusik haben und sollte mit seinen Sounds unzählige Individuen prägte. Mit zwei Albumreleases auf dem unglaublich einflussreichen Harthouse-Imprint, mitbetrieben vom nach vie vor die Szene anführenden Pionier-DJ Sven Väth, Deutschlands unbestrittener Techno-Vaterfigur Nummer Eins, und drei Alben auf Virgin gibt es wohl kaum ein Liveact-Produzenten-Duo, dass so erfolgreich und innovativ ist wie Der Dritte Raum. Techno, Trance, Electro und House miteinander verschmelzend und somit ihren eigenen Sound, der Generationen von Raver um mehr bettelnd in die Knie zwingt, schaffend, kriegen es die beiden Renegades erneut hin, mit ihrem nächsten Burner auf dem wiederauferstandenen Imprint Harthouse, das nichts von seiner Wirkungskraft eingebüßt hat, ihre Fans schon wieder in den Wahnsinn zu treiben. Dieser Dreitracker, dessen Bandbreite von deepspacey und melodisch klonkigen Texturen bis zu mehr funky Workouts reicht, dürfte die Hörer flugs in den dritten Raum beamen.
A: “Plutonium” Yeah. Dieser Track hier pusht nach vorne. Mit pumpenden Beats und einer einer zerrenden Synthline, die einen direkt auf den Floor transportiert, weil man stampfen will, als gäbe es kein Morgen mehr, machen den Kern dieser Nummer aus und so bekommt „Plutonium“ die Dynamik den Floor abheben zu lassen!
B1: “Willy Müller” Der groovendste, treibendste Track der ganzen EP ist so funky, dass er zur Nationalhymne erklärt werden sollte. Es weiß zwar niemand, wer Willy Müller ist, aber auf ihn tanzen garantiert alle ab. Der Typ sollte Präsident werden. Ganz genau. Diese Nummer ist pures Dynamit. Unbedingt mitnehmen!
B2: “Aquamarin” Wie die Reise eines Flusses klingt diese archetypische, kraftvolle Dritte Raum Nummer: Langsam dahindriftend, aber ungemein treibend fließt das wachsende und morphende Thema über klonkige Wackersteinbeats und poppende Kieselgrooves, mit Synths, die sich in Kaskaden ergießen und der sich wie Nebelschwaden erhebenden Melodie.