Auf seinem Debüt-Album „Stereotype“ entführt uns Brian Sanhaji in eine klanglich vielschichtige Sphäre. Sie besteht aus Musik die man hören und fühlen kann, auf das absolut Nötigste reduziert. Was die Arrangements und die Auswahl der Sounds angeht, ist es eine Platte voller Überraschungen und Kreativität. Die Produktion ist ausgewogen und glasklar, mit dem aufregenden Vibe der frühen Techno Tage. Einzigartig produzierte Beat Sounds, innovative Effekte, und die fast ausschließliche Verwendung analoger Synthesizer machen dieses Album zu einem warm klingenden, klanglich herausragenden Werk.
Stilistisch vielseitig, durch die Bank club-orientiert, mit Spuren von Minimal, House und Dub, stets seiner technoiden Herkunft treu. Es enthält mehrere klassische Peaktime Tracks, sowohl einige unerwartete Ausnahmen. Das ungewöhnliche „Save Me“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie Brian Sanhaji seine
vielseitigen Einflüsse in die Musik einfließen lässt ohne die allgegenwärtigen Techno Wurzeln zu verwässern. Sogar in diesem langsamen, fast elf Minuten langen Stück, versteht er es seinem Sound-Konzept treu zu bleiben und es mit psychedelischen und filmischen Elementen zu einer durchweg angenehmen, musikalischen Reise zu verbinden.
Die klangliche Klarheit dieses Albums ist bemerkenswert. Kein Wunder dass der Mann mit den sensiblen Ohren das gesamte Mastering für CLR und Spinclub Recordings macht. Freunde von minimalem, nicht übertrieben hartem Techno mit persönlicher Note werden dieses Album mögen. Die Bonus CD enthält einen kompletten DJ Mix der enthaltenen Tracks, sowie Loops und Tools für Live Acts, DJs und Produzenten. „Stereotypen sind Verallgemeinerungen von Eigenschaften; sie reduzieren Vielfalt.“
- Was soviel bedeutet, dass das Album „Stereotype“ all das ist was der Name NICHT andeutet. Es ist eine komplexe, eigenständige Definition eines Sounds der sich fortwährend neu definiert. Das viel versprechende Debüt eines talentierten Künstlers von dem wir in der Zukunft hoffentlich noch viel mehr hören werden.