Der Mensch als Labor-Maus in der von ihm selbst erschaffenen Versuchswelt. Eines morgens wacht der Mensch auf, das Notebook neben dem Bett, den iPod am Ohr und das Multifunktionshandy am anderen, und stellt fest: Die Matrix Situation hat mich längst erreicht. Die Maschinen haben die absolute Macht. Nicht in Zukunft! Jetzt. Handy-Verblödung, Internet-Wahnsinn. Wir merken es gar nicht ohne weiteres, denn die Maschinen sind längst nicht mehr so Furcht erregend wie früher die erste Eisenbahn oder später das erste Atomkraftwerk. Die Maschinen sind klein und niedlich, aber sie gehen uns ständig und überall auf die Nerven. Keiner kann ihnen entweichen. Und ohne sie geht es auch nicht mehr.
2000 Jahre lang hält der Mensch sich für die Krone der Schöpfung, streiten sich die Gelehrten über die Macht des Patriarchats oder des Matriarchats, doch tatsächlich ist es längst so: es gibt keine Optimierung des Menschseins mehr, da hilft weder Schönheitsoperation noch Ich-Optimierung noch Gehirntransplantation - es gibt nur die Macht der Maschinen - das Maschinarchat.